DOZENTENTÄTIGKEIT

Ich bin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHÖV) als nebenamtliche Dozentin tätig.
An dem Standort Duisburg und Mülheim lehre ich

  • Berufsrollenreflexion/Supervision im Bachelorstudiengang der Polizeivollzugsbeamten (KommissarsanwärterInnen) in NRW.

Am Standort Köln lehre ich

  • Ethik im Grund – und Hauptstudium der KommissarsanwärterInnen in NRW.

An der Akademie des Verbundes Katholischer Kliniken Düsseldorf biete ich im Bereich ‚Schlüsselkompetenzen‘ regelmäßig Weiterbildungen/Coaching an.

FHÖV NRW

Ethik und Berufsrollenreflexion/Supervision

Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung beherbergt 5 Studiengänge mit den Schwerpunktausrichtungen: kommunaler bzw. staatlicher Verwaltungsdienst, Rentenversicherung und Polizeivollzugsdienst.

Die StudentInnen im Studiengang Polizeivollzugsdienst sind KommissarsanwärterInnen für NRW und absolvieren einen dreijährigen Bachelorstudiengang mit Vorlesungen, Seminaren, Trainings- und Praxismodulen.

Ich lehre im Fachbereich Polizeivollzugsdienst an den Standorten Köln, Mülheim und Duisburg als Dozentin im Nebenamt das Fach Ethik und das Modul Berufsrollenreflexion/ Supervision.

Berufsrollenreflexion und Supervision im Bachaleorstudium der KommissarsanwärterInnen NRW

Das Berufsziel der Studierenden an der FHÖV ist der Polizeiberuf.

Der Beruf des Polizeibeamten und Kommissars ist spannend, abwechslungsreich, bedeutsam und erfolgreich. Die Arbeit im Team stärkt und macht Freude, keine andere Berufsgruppe erhält bei Umfragen eine solch hohe positive Bewertung. Die Bedeutung für die Gesellschaft, die Gewährleistung des Schutzes seiner Bürger, seiner Ordnung und der gesellschaftlichen Institutionen sei unbestritten.

Aber es gibt auch Belastungen und Stress, der sich in unvorhersehbaren Bedrohungslagen, Schusswaffengebrauch, Todesnachrichtüberbringung, Teamkonflikten oder stupiden Einsätzen bemerkbar macht. Diese beruflichen Erfahrungen können möglicherweise schon in den Praktika während des dreijährigen Studiums gemacht werden.

Die FHÖV reagierte auf diese Realität und etablierte das Modul der Supervision bzw. der Berufsrollenreflexion.

Ziel dieses Settings ist es, innerhalb eines geschützen Rahmens, Reflexionsmethoden zu vermitteln und praxisorientiert anhand konkreter Einsatzerfahrungen retrospektiv anzuwenden.

Mögliche Reflexionsmethoden sind:

  • Kollegiale Beratung,
  • Selbstreflexion durch ‚die innere Ratsversammlung‘,
  • Feed-Back in der Gruppe,
  • der Blick durch das JoHari-Fenster,
  • das Wissen um Konstruktion, Rekonstruktion und Rekonstruktion von Wirklichkeiten,
  • Betrachrungen anhand der Erkenntnisse der Transaktionsanalyse,
  • Strukturaufstellungen u.a. mehr.

Zukünftig sollte die Selbststeuerung in den belastenden Einsätzen wieder bzw. besser funktionieren und Stressbewältigung und eigene Resilienzfähigkeiten greifen können.

Die Übungen zur Selbstreflexion und Selbststeuerung im Rahmen des gesamten Studiums fördern das Profil von modernen, belastbaren und souverän arbeitenden Polizeibeamten. 

Ethik im Studiengang der Kommissarsanwärter an der FHÖV in Köln und Duisburg

Ich lehre im Grund- und Hauptstudium an der FHÖV am Standort Köln im Fachbereich Ethik.

Die Reflexion eigener Entscheidungen aufgrund ethischer Haltung, gesetzlicher Vorgaben und moralischer Normen ist eine Schlüsselkompetenz im Polizeiberuf!

Das Wissen um Gut und Böse, die Übung in der Einschätzung von Gewalt und Bedrohung, sowie der begründete Standpunkt in äußereren und innerpsychischen Konfliktlagen sind Herausforderungen, die der Polizeiberuf an die einzelnen KommissarsanwärterInnen und späteren KollegInnen stellt.

Im Rahmen des Bachelorstudiengangs PVD werden ethische Fragestellungen im Grund- und Hauptstudium verpflichtend angeboten. Inhaltlich umfassen meine Lehrangebote die Themen:

  • Tugendhaftes Verhalten und Entscheiden im Polizeiberuf,
  • Orientierung an moralischen Normen und staatlichen Gesetzen,
  • Anfrage an die eigenen Überzeugungen und Bewertungen von Gut und Böse,
  • Dilemmata und die Frage: wie entscheide ich gut, wenn nichts wieder gut werden kann?,
  • Reflexion der Selbststeuerung und der Selbstgefährdung in Bedrohungslagen,
  • Einstellung zu Sterben und Tod, Umgang in Belastung und Stress durch den beruflichen Alltag.

Gerne biete ich den Kursen neben der Vorlesung auch Exkursionen an. So waren die Studienjahrgänge in der

  • Diözesanbibliothek in Köln zum Thema ‚Folter – Rettungsbefragung – Friedrich Spee‘ oder im
  • Im Köner Bestattungshaus Kuckelkorn zum Thema ‚Thanatopraxie‘.

Ethik ist eine reflektierte Form, über die Widerstände, Stoplersteine, aber auch Entgrenzung und Schutzlosigkeit im Makro- wie im Mikrokosmos nach Antworten zu suchen.

VKKD

Erfolgreich mit Belastungen umgehen

Anhand unserer beruflichen Erfahrungen und der Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des betrieblich gesetzten Rahmens entstehen Fragen nach wirksamem Selbstmanagement.

Die Selbststeuerung in ihrer Effizienz erkennen, Methoden erproben und in ersten Übungen anzuwenden ist das Ziel meines Angebotes.

Zeitmanagement und Arbeitsorganisation sind dabei wichtige Grundpfeiler, hinzu kommen dann die Unterstützung eigener Resilienz- und Stressbewältigungsstrategien.

Oftmals geht eine Belastung im beruflichen Alltag mit Konflikten innerhalb der Gruppe oder des Teams einher. Analyse der Konfliktstruktur und die Kenntnis über die Bedeutung vorgefundener Teamrollen mit ihren unterschiedlichsten Aufgaben für das Team werden von mir vermittelt.

Die Gewinnung von Lebensqualität durch einen ausgewogenen Zustand von Beruf und Freizeit ist das grundlegende Ziel meines Angebotes im Rahmen der VKKD Akademie.